Author:
Informelle Tagung der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister
Publiziert auf www.bundesgesundheitsministerium.de
Die EU-Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister haben die Europäische Kommission aufgefordert, das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zu einem schlagkräftigen Reaktionszentrum für internationale Gesundheitskrisen auszubauen und eine Strategie vorzulegen, wie die Produktion wichtiger Arzneimittel in die Europäische Union zurückverlagert werden kann. Das sind zentrale Ergebnisse der Informellen Tagung der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten heute in Berlin. An der Videokonferenz nahmen unter dem Vorsitz des deutschen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn vor Ort die Vertreter der Trio-Präsidentschaftspartner, die portugiesische Gesundheitsministerin Marta Temido und der slowenische Gesundheitsminister Tomaž Gantar teil.
Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: “Die Corona-Pandemie hat uns Europäern einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, im Ernstfall zusammenzustehen. Um Gefahren gemeinsam abzuwehren, ist es zwingend, dass wir uns besser vorbereiten. Europa muss unabhängiger werden von anderen Ländern in der Produktion wichtiger Arzneimittel. Und wir brauchen eine robuste, besser ausgestattete europäische Gesundheitskrisenbehörde. Nur so kann sie im Ernstfall schnell reagieren und die Mitgliedstaaten unterstützen. Gemeinsam schaffen wir es, die Abwehrkräfte Europas zu stärken.“